Rauchfreiheit durch Meditation …

… wie funktioniert das?

Vorweg sei betont:

Meditation als Methode ist so vielfältig, wie es Menschen gibt.

Auf der ganzen Welt haben sich, seit es Menschen gibt, meditative Wege entwickelt. So gibt es beispielsweise traditionelle buddhistische, christliche, hinduistische, islamische und schamanische Meditationsformen sowie einige neue Entwicklungen, die in der New-Age-Bewegung entstanden sind.

Dabei unterscheiden sich die Meditationstechniken in ihrer Ausführung und dem ‚Zweck‘, den sie verfolgen.

Die einen führen den Übenden zu Einheitserfahrungen mit Gott oder der Natur, andere schulen Qualitäten wie Achtsamkeit, Weisheit und Mitgefühl oder haben letztendlich die vollständige Erleuchtung zum Ziel.

Es gibt bewegte Meditationsformen, wie beispielsweise Yoga, Tai Chi und Qi Gong, die Gehmeditation oder die Dynamische Meditation, sowie eher unbewegte Formen wie das stille Sitzen im Zazen sowie die Achtsamkeits- und Mitgefühlsmeditation.

Einige Meditationen lassen sich durchaus losgelöst aus einem traditionellen religiösen Gefüge praktizieren,

wie beispielsweise die Übungen des Yoga und der Achtsamkeitsmeditation, etwa Body-Scan, Geh- und vor allem die Atemmeditation, die uns als Basismethode zur Rauchfreiheit durch Meditation dient.

Auch die Mitgefühlsmeditation ‚Metta‘ findet als Übungsprogramm zur Kultivierung von mehr (Selbst-)Mitgefühl in meinen Kursen Verwendung.

Meditation ist in unserem Zusammenhang einerseits eine Übung in Sammlung der Aufmerksamkeit, andererseits auch ein Erfahrungs- und Entwicklungsweg, um sich, je nach Übungsform, in Achtsamkeit, Klarheit, Weisheit und Mitgefühl zu üben und sich darüber hinaus dem formlosen, nichtbegrifflichen Bereich des Geistes zu öffnen, Einsicht in die Natur der Dinge (und wenn Du es so willst: die sogenannte Erleuchtung zu erlangen ;-))

Jede und Jeder wird im Laufe der Kurs- Zeit ihre und seine individuelle Meditationsweise finden.

Eine der für die Rauchfreiheit durch Meditation einleuchtendsten, einfachsten und besonders wirkungsvollen Übungen ist das bewusste Atmen.

Dabei wird ganz regelmäßig entspannt ein- und ausgeatmet.

Hör mal bitte ein paar Minuten zu:

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Richtiges Atmen

Wir beeinflussen unseren Atem nicht,

sondern lassen ihn einfach natürlich fließen.

Jede und jeder findet ihren und seinen natürlichen Rhythmus selbst.

Mit dem Atmen sorgen wir für unseren Körper.

Wie fühlt sich unser Körper an?

Spüren wir wo einen Druck?

Sind wir verspannt?

Manche Menschen ignorieren die Empfindungen ihres Körpers – diese sind ihnen überhaupt gar nicht bewusst.

Sie verdrängen Schmerzen, negative Gefühle und Ängste – mit Nikotin, mit Alkohol, mit zu viel Essen oder mit anderen Süchten.

Und wir nützen nun den Atem zur Rauchfreiheit durch Meditation:

Jeder Mensch besteht aus Körper und Geist, beides macht als Ganzes den Menschen aus.

Der Atem verbindet Körper und Geist.

Der Psychologe und Meditationsforscher Ulrich Ott von der Universität Gießen schreibt im Buch ‚Meditation für Skeptiker’, in der Meditation geschehe eine Bewusstseinsveränderung.

Meditation diene dazu, das Bewusstsein zu erweitern und sich von eingefahrenen Denkmustern und Verhaltensweisen zu lösen. Zudem können im Zuge der Meditationspraxis außergewöhnliche Bewusstseinszustände auftreten, ‚die eine neue Sicht der Realität und der eigenen Identität eröffnen’.

Laut Ott ist es bisher allerdings kaum möglich, eine Empfehlung zu geben, welche Meditationsmethode bei welcher Erkrankung die besten Ergebnisse erwarten lässt. „Auch die Frage, welche Meditationsmethode zu welcher Person passt, ist bisher ebenso ungeklärt wie die Frage nach der Dosis, also der Übungsdauer und Übungshäufigkeit, die erforderlich ist, um eine gewünschte Wirkung zu erzielen.

Aber eines steht fest:

Durch regelmäßige Meditation kultivieren wir Achtsamkeit.

Achtsamkeit bedeutet, dem Erleben im gegenwärtigen Moment offen, nicht-verurteilend, neugierig, freundlich und liebevoll zugewandt zu begegnen.

Mitgefühl ist die Haltung von Achtsamkeit, wenn wir belastende Gefühle erleben.

Achtsamkeit und Selbstmitgefühl sind somit eine Art und Weise, aufmerksam und mit einer wohlwollenden inneren Haltung im Hier und Jetzt zu sein.

Sie sind unabhängig von einer Religion oder Glaubenshaltung. 

Wir entwickeln Mitgefühl für unsere Mitmenschen und auch für uns selbst.

Wir können für unseren Körper sorgen, beispielsweise mit mehr Bewegung, mit Rauchfreiheit, mit gesunder und ausgewogener Ernährung.

Auch in der psychiatrischen Universitätsklinik der Charité in Berlin nutzt man meditative Verfahren bei der Behandlung von PatientInnen. In der Forschungsdatenbank der Charité finden sich immer mehr Einträge zum Thema Meditation.

Mit Hilfe neurowissenschaftlicher Verfahren kann man die Wirkungen von Meditationsübungen auf die Aktivitäten des Gehirns untersuchen.

Wissenschaftler der Universität Gießen in Deutschland, des Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston, USA, haben dazu eine umfangreiche Studie veröffentlicht. Federführend war dabei unter anderem die deutsche Wissenschaftlerin Britta Hölzel.

Für die Studie wurden zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten Kernspintomographieaufnahmen der Gehirne von 16 Personen gemacht: zunächst zu Beginn des achtwöchigen MBSR-Kurses und dann nach Ende des Kurses.

Zum Vergleich machte man auch Aufnahmen der Gehirne von Kontrollpersonen, die nicht meditiert haben. Das Ergebnis war, dass in den Gehirnen von Meditierenden eine Zunahme der Dichte der grauen Substanz (Hirnzellen) im Hippocampus, der Lern- und Gedächtnisprozesse unterstützt, gefunden wurde.

Auch in Gehirnregionen, die für Mitgefühl und Selbstwahrnehmung zuständig sind, gab es Zunahmen. Im Gegensatz dazu nahm die Dichte der grauen Substanz in der Amygdala ab.

Die Amygdala spielt eine wichtige Rolle in der Verarbeitung von Angst und Stress.

Angst und Stress wiederum sind bedeutsame Auslöser des Rauchverlangens, des “Cravings”

Üben wir uns nun beispielsweise in der Mitgefühlsmeditation, werden sich mit der Zeit mehr Herzensgüte und die Fähigkeit, mit uns selbst und anderen freundlicher, offener und mitfühlender umzugehen, stärken.

Durch die Achtsamkeitsmeditation entstehen mit der Zeit eine erhöhte Sammlungsfähigkeit sowie eine wache, unaufgeregte Präsenz im Leben. Wir nehmen bewusster teil am gegenwärtigen Moment.

Wir schweifen nicht mehr so viel in die Zukunft oder Vergangenheit ab und verstricken uns weniger in Grübeleien und Interpretationen.

Das befriedet unser Gemüt und stressbedingte Anspannung reduziert sich – das Verlangen nach Nikotin nimmt ganz von selbst ab, der Weg zur Rauchfreiheit fühlt sich immer selbstverständlicher an.

Forschungen zeigen, dass sich schon nach acht Wochen täglicher Übung Stresshormone bei den Teilnehmern von Meditationsprogrammen deutlich reduziert haben, das Immunsystem sich stabilisiert und sich auch das Gehirn wieder regeneriert.

Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer, dass sie sich wesentlich gelassener und stressresistenter fühlten und sich auch meist wieder besser konzentrieren konnten –

und so erlangst Du die Rauchfreiheit durch Meditation.

Lebensveränderungen, Erkrankungen, Schmerzen und Krisen können – rauchfrei – leichter bewältigt werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen:

Die Forschung hat gezeigt, dass Meditation effektiv darin ist, uns zu helfen, innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit zu entwickeln.

Und das reduziert das Craving nach Nikotin.

Und so unterstützt Dich die Meditation am Weg zur Rauchfreiheit,

oder anders formuliert:

Du erlebst Deine Rauchfreiheit durch Meditation!